Heute ist der 1. August.
Es sind gefühlte 35 Grad im Schatten. Die Luft steht. Der Ventilator dreht seine Runden. Und ich? Ich heize den Backofen auf 180 Grad vor.
Weil Backliebe keine Vernunft kennt. 😄
Und weil mich heute die Kekslust erwischt hat – ungefragt, unvermittelt, unaufhaltsam. Wer kennt das nicht. Man hat eigentlich ganz andere Pläne, und dann liegt man plötzlich auf den Knien vor dem Mehlvorrat.
Schuld ist diesmal auch die liebe Anna – eine meiner Kundinnen, die mir vor einer Weile ihr fabelhaftes Rezept für klassische Butterkekse weitergegeben hat. Und weil gute Rezepte geteilt gehören, bekommst du es heute von mir.
Das Rezept – Annas klassische Butterkekse
Bevor wir anfangen: Dieser Teig will Kälte. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank, besser über Nacht. Dann lässt er sich wunderbar ausrollen und ausstechen – aber schnell muss man trotzdem sein, weil er bei Zimmertemperatur rasch zu weich wird. Also: kalt lassen, schnell arbeiten, Keksformen bereithalten. 😄
🍪 Annas Butterkekse – mit Kraitaweibl NoZimt
(ergibt je nach Größe ca. 40–60 Stück)
Zutaten:
360 g Mehl (glatt)
250 g Butter (kalt, in Würfel geschnitten)
150 g Zucker
4 Dotter (alternativ: 2 ganze Eier – funktioniert tadellos, weil ich nie weiß, was mit dem übrigen Eiweiß machen... 😄)
1–2 TL Kraitaweibl NoZimt (nach Geschmack)
Zubereitung:
Mehl, Zucker und NoZimt vermischen. Die kalte Butter in Stücken dazugeben und mit den Fingerspitzen oder der Küchenmaschine rasch zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Die Dotter (oder Eier) dazugeben und alles zügig zu einem glatten Teig kneten – nicht zu lange, sonst wird die Butter warm.
Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde – besser über Nacht – in den Kühlschrank legen.
Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen und nach Belieben ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Bei 180 Grad Umluft backen – je nach Dicke 9–12 Minuten, bis die Ränder leicht goldgelb sind. Im Auge behalten – sie gehen schnell!
Auskühlen lassen. Fertig. Und dann schnell wegessen, bevor man zählt wie viele es waren. 😄
Was ist eigentlich NoZimt – und warum hier?
NoZimt ist meine Gewürzmischung für alle, die Zimt nicht mögen, nicht vertragen – oder einfach mal was anderes wollen. Drin stecken warme, aromatische Gewürze, die Zimt in seiner Rolle als „weihnachtliches Hauptgewürz" wunderbar ersetzen – ohne dass man das Gefühl hat, auf irgendetwas zu verzichten. Im Gegenteil: Diese Kekse schmecken interessant anders. Wärmer. Vielschichtiger. Irgendwie spannender.
Wer NoZimt noch nicht kennt: Diese Kekse sind der perfekte Einstieg. 😊
Und wie schmecken sie?
Richtig schön mürbe. Nicht hart, nicht trocken – sie schmelzen quasi auf der Zunge. Der Butteranteil ist großzügig, was man schmeckt – im besten Sinne. Die NoZimt-Mischung gibt eine feine, warme Würze, die man nicht sofort einordnen kann, aber sofort mag.
Kurzum: Suchtfaktor vorhanden. Nix für die Hüften – aber für die Seele ist das Gold. 😄
Und zum Dessert?
Ein Kügelchen Vanilleeis dazu – und aus dem Keks wird ein kleines Dessert-Erlebnis. Besonders an einem Tag wie heute, wo es draußen brütet und man innerlich noch nicht ganz versteht, warum man eigentlich gebacken hat.
Aber weißt du was? Es war es wert. Immer.
Nachbacken sehr gerne – und wenn du es ausprobiert hast, freue ich mich über eine Nachricht! 🍪